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Bau & Entsorgung

Die richtige Wahl des Hilfskrans

Für die Wahl eines Hilfskrans müssen nicht nur die für die Aufgabe erforderliche Kranweite und die Hubkraft bestimmt werden. Auch die Sicherheit aller Beteiligten muss gewährleistet werden und es gilt Zubehör auszuwählen, das den Einsatz durch einen unerfahrenen Kranführer erleichtert. Die sich immer schneller entwickelnde vernetzte Wartung trägt zur Verfügbarkeit von Kranwagen bei.

Es gibt ein breit gefächertes Angebot an Hilfskränen und jetzt auch speziell auf die verschiedenen Aktivitäten zugeschnittene Serien. Das Baugewerbe steht jedoch den wichtigsten Teil des Marktes dar. Dort werden die Kräne mit Haken zum Transportieren von Big Bags, mit Palettengabeln oder auch mit Greifern zum Aufnehmen von Schüttgut eingesetzt. Je nach Zusatzausrüstung können Kräne unter anderem auch zur Montage von Rahmenwerk, zur Handhabung von Maschinen oder zum Beschneiden von Bäumen eingesetzt werden. In den umweltorientierten Gewerben werden Kranwagen zunehmend mit den immer häufiger werdenden Müllsammelstellen eingesetzt, an denen die Abfälle aus Säcken in unterirdischen Containern geholt werden.

Ein Hilfskran für jedes Gewerk

Das Hauptmerkmal eines Krans ist seine in Tonnen pro Meter ™ ausgedrückte Hubkraft. Es gibt ein sehr breit gefächertes Angebot, angefangen von einem kleinen Kran von weniger als 1 tm für ein Nutzfahrzeug bis hin zu Kränen mit über 100 tm. Auf dem französischen Markt findet man überwiegend Kräne zwischen 15 und 25 tm. In 2019 wurden auf diesem Markt 4032 Hilfskräne umgesetzt, ein außergewöhnliches Ergebnis, denn im Durchschnitt werden auf dem französischen Markt jährlich etwa 3000 Einheiten verkauft. In Frankreich verzeichnen Palfinger, Hiab und Fassi 9 von 10 Geschäften und überlassen Atlas, Cormach oder PM nur sekundäre Geschäftsabschlüsse. Auf dem europäischen Markt dominieren Palfinger und Hiab.

Unterstützung des Kranführers durch Elektronik

Genau wie in gewissen Transportbereichen ein Mangel an erfahrenen und spezialisierten Fahrern besteht, so fehlen auch versierte Kranführer. Somit haben die Kranhersteller Systeme entwickelt, die den Umgang mit Hilfskränen vereinfachen. Häufig ist jedoch eine entsprechende Qualifikation für das Führen eines Krans erforderlich. In Frankreich ist das beispielsweise das CACES R490.

Die genaue Steuerung eines Krans setzt die Koordination der Gelenke und der Teleskoparme voraus. Um diese zu vereinfachen, übernehmen neue Fernsteuerungen diese Koordination. Um den Kranführer von sich wiederholenden Aufgaben zu entlasten, können die Hilfskräne diese Aufgabe jetzt eigenständig ausführen. Ein aus einer Müllsammelstelle gezogener Sack kann, wie in diesem Video des Herstellers Hiab gezeigt, automatisch entleert werden.

Helme mit Augmented Reality-Funktion können in hervorragenden Simulationen für die Schulung der Kranführer eingesetzt werden, sind aber auch im tatsächlichen Betrieb einsetzbar. Mit Hilfe von Kameras auf dem Ausleger bieten sie Sicht auf Punkte, die vom Boden nicht einzusehen sind. Im Sinne der Sicherheit aller Beteiligten wird die Automatisierung des Ein- und Ausfahrens von Kränen immer weiter verbreitet. Die meisten Zwischenfälle ereignen sich, wenn diese Vorgänge manchmal übereilt durchgeführt werden. Ein weiteres, von Hiab bereitgestelltes Beispiel findet sich hier.

Für leises Arbeiten werden elektrische Kräne benötigt

Die Hydraulikpumpe, mit der ein Hilfskran betrieben wird, wird im Allgemeinen von einem auf dem Getriebe angebrachten Nebenantrieb betrieben. Bei diesem Prinzip setzt der Betrieb des Hilfskrans voraus, dass der Verbrennungsmotor läuft. Für Arbeiten in der Stadt und nachts werden jedoch leise Kräne benötigt. Ein elektrischer Antrieb sorgt dafür. In diesem Fall muss ein Elektromotor mit der Hydraulikpumpe verbunden werden. Dieser Motor wird durch einen getrennten Akku-Satz versorgt, das heißt von Akkus, die auch für LKWs mit elektrischem Antrieb verwendet werden. Unabhängig von dem Hauptmotor bietet Hiab eine „e-PTO“ (elektrischer Nebenantrieb) genannte Lösung an, die den elektrischen Antrieb der Hydraulikpumpe und die erforderlichen Akkus umfasst. Angesichts des Preises der Akkus und ihrer ungünstigen Auswirkung auf die Nutzlast des Fahrzeugs hat der leise Betrieb seinen Preis.

Vernetzte Wartung für Hilfskräne

Der unvorhergesehene Ausfall eines Kranwagens führt zu erheblichen Betriebsverlusten. Somit müssen die Einsatzbedingungen und der technische Zustand dieser Fahrzeuge überwacht werden. Das übernimmt die vernetzte Wartung. Sie sorgt dafür, dass Überlast oder Fahren bei ausgefahrenem Ausleger angezeigt werden. Um Pannen zu vermeiden, kann eine präventive Wartung durchgeführt werden, sobald der vernetzte Hilfskran eine Verunreinigung des Hydrauliköls oder andere Störungen anzeigt.

Da die genauen Einsatzbedingungen des Krans dem Flottenverantwortlichen mitgeteilt werden, kann dieser prüfen, ob das Material im Verhältnis zu den auszuführenden Arbeiten korrekt ausgelegt ist. Ist das nicht der Fall, kann es anderen Arbeiten zugewiesen werden, für die es optimal geeignet ist. Bei einer Erneuerung des Fuhrparks kann anhand dieser Einsatzkenntnisse das Handhabungsgerät sorgfältig definiert werden, um genau dem Bedarf zu entsprechen. Ein unterdimensionierter Kran wird übermäßig beansprucht und es besteht erhebliche Gefahr, dass Schäden auftreten. Ein überdimensionierter Kran ist teuer und schwer, wird nur langsam amortisiert und wirkt sich nachteilig auf die Nutzlast des Fahrzeugs aus, das ihn transportiert.

Ein vielfach einzusetzender Hilfskran kann dem Benutzer ganz einfach durch den Wechsel des Zubehörs am Ende des Auslegers neue Märkte öffnen.

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